Parodontologie und ästhetische Weichteilchirurgie

Die Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparats, die zum Abbau von Zahnfleisch und Kieferknochen sowie unter Umständen zum Zahnverlust führen kann. Ursächlich hierfür sind bestimmte Bakterien der Mundhöhle, die sich im Zahnbelag vermehren und dadurch Zahnfleischentzündungen verursachen. Parodontitis ist ein unabhängiger Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten (Erkrankungen der Herzkranzgefäße), Schlaganfall (Apoplex) und vorzeitige Wehen. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, gibt es zahlreiche Behandlungsmethoden, die unter Mitarbeit des Patienten ein Fortschreiten der Erkrankung und somit den Verlust der Zähne verhindern können.

1. Symptome

Die Symptome einer Parodontitis sind vielfältig und je nach Stadium unterschiedlich stark. Folgende Anzeichen treten in der Regel auf:

  • Gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
  • Schmerzempfindliche Zähne (z.B. auf Warm und Kalt)
  • Zahnfleischbluten
  • Zahnfleischtaschen
  • Mittlerer bis starker Mundgeruch
  • Lockere Zähne

2. Verlauf einer Parodontitis

Der Verlauf dieser bestimmten Zahnfleischentzündung verläuft mehrstufig:

Verlauf einer Parodontose

Verlauf einer Parodontitis

Stufe 1: Plaqufreier, gesunder Zahn mit gesundem Zahnfleisch
Stufe 2: Leichte bis starke Zahnfleischentzündung durch Plaque- und Zahnsteinauflagerung (Gingivitis)
Stufe 3: Massive Entzündung des Zahnhalteapparats bis zum Verlust eines oder mehrerer Zähne

3. Diagnostik und Beratung

Sollten Sie von den oben erwähnten Symptomen betroffen sein, dann zögern Sie bitte nicht, und vereinbaren zeitnah einen Termin mit der Praxis Dr. Pink. Bei einer Parodontitis zählt jeder Tag!

Zur genauen Bestimmung der Schwere der Entzündung werden folgende diagnostische Schritte von Dr. Pink und seinem Team durchgeführt:

1. Der erste Schritt der Behandlung besteht in einer Dokumentation und im Röntgen der einzelnen Zähne und des Zahnfleisches des Patienten. Zusätzlich wird mit einer stumpfen Sonde die Tiefe der einzelnen Taschen gemessen. Somit erhält man einen ersten Eindruck vom Grad der Entzündung.

2. Im Anschluss wird der Blutindex (Parodontaler Screening Index) bestimmt.

3. Ein mikrobiologischer Test ermittelt die exakte Bakteriengruppe, welche die Entzündung hervorgerufen hat. Dieser ist essentiell, um später unterstützend durch eine gezielte systemische Antibiotikumgabe die Bakterien zu eliminieren.

4. Bei einer Parodontitis spielen auch weitere Faktoren eine Rolle. So ermittelt Dr. Pink in einer gezielten Anamnese, an welchen Erkrankungen der Patient leidet, welche Medikamente eingenommen werden, wie die Ernähungs- und Lebensgewohnheiten beschaffen sind und ob Stressfaktoren die Erkrankung begünstigen.

5. Die EDV-technisch verarbeiteten Ergebnisse liefern ein genaues Bild über die Schwere und der Art der Erkrankung und die daraus resultierenden Behandlungsmöglichkeiten.

4. Behandlungsablauf

Ist die Diagnose gestellt, werden in einem ersten Termin eine umfassende Zahnreinigung (Zahnprophylaxe) aller Zähne sowie eine Vorreinigung der Zahntaschen des Patienten vorgenommen.

In einem zweiten Termin startet dann die gezielte Parodontitis-Behandlung. Schwerpunkt ist dabei die Beseitigung des Bakterienbiofilms an den Zahnwurzeln, der für das Ausbrechen und Fortschreiten der Entzündung verantwortlich ist. Dazu werden mit kleinen Geräten die Zahnwurzeln maschinell (mit Ultraschall) sowie manuell (mit speziellen Küretten) „geglättet“ und von dem Biofilm befreit. Diese Tiefenreinigung geschieht unter lokaler Betäubung und ist schmerzlos.

Im Anschluss werden gegebenenfalls in einer Lasertherapie restliche Bakterienkeime abgetötet und eine weitere Desinfektion erreicht. Bei besonders aggressiven Bakterien ist eine Antibiotikumgabe vor, während und nach der Therapie unumgänglich. Wir beraten Sie hierzu ausführlich in unserer Praxis.

5. Nachsorge

Die Behandlungen einer Parodontose sind aufwendig und mitunter langwierig Um sie nachhaltig und erfolgreich zu behandeln, sind folgende Punkte unerlässlich:

  • Regelmäßige Prophylaxe-Besuche beim Zahnarzt, etwa alle 4 Monate
  • Gute Mundhygiene (Spülen und Zahnseide bzw. Zahnbürstchen verwenden)
  • Gründliche Reinigung der Zähne, mehrmals täglich

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